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Dienstag, 5. Mai 2015
Deine Meinung: Konzept für eBook Unternehmensbewertung
Ich bitte um Deine Meinung, bitte nutze die wieder freigeschaltete Kommentarfunktion!!!!
Mein Blog Valuation in Germany wird täglich bis zu 500 mal aufgerufen. Seit der ersten Veröffentlichung gab es rund 250.000 Seitenaufrufe. Dieser Wissensspeicher scheint also eine gewisse Daseinsberechtigung zu haben. Der inzwischen erreichte Umfang dieses Blogs lädt zum Stöbern und gezielten Suchen ein.
Es ist jedoch unmöglich, alles zu lesen. Wer einen schnellen und leicht verständlichen Einstieg in die Unternehmensbewertung sucht, braucht eine Ergänzung zu Valuation in Germany. Deshalb habe ich mich entschlossen, ein eBook zu schreiben. Das eBook soll sich in lockerer Gesprächsform mit allen wichtigen Fragen und Problemen der Unternehmensbewertung beschäftigen und keine Mathematik enthalten!
Damit ich nicht an Deinen Interessen vorbeischreibe beantworte bitte die folgenden Fragen:
1. Welche konkreten Themen sollen behandelt werden?
2. Möchtest Du einen Überblick über alles mögliche oder lieber eine vertiefte Behandlung einzelner Themenbereiche?
3. Welchen Preis würdest Du für das eBook bezahlten? Welches Format bevorzugst Du (MOBI oder EPUB) ? Auf welchen Plattformen kaufst Du Deine eBooks?
Herzlichen Dank für Deine Mitwirkung!
Samstag, 9. November 2013
Freitag, 15. März 2013
Wissen in Form
Individuelles Wissen ist nicht reproduzierbar und kann deshalb im unternehmerischen Wettbewerb ein wichtiger Erfolgsfaktor sein. Wer diese Chance nutzen will, muss verstehen, das Wissensmanagement als Querschnittsfunktion eine besondere Führungsaufgabe ist. Wissensmanagement findet nicht nur in den Chefetagen, sondern überall im Unternehmen statt. Jeder, der im Unternehmen Verantwortung trägt, ist ein Wissensmanager. Und jeder, der im Unternehmen arbeitet, ist ein Wissensträger.
Bei TCHIBO geben die Lagerarbeiter regelmäßig bessere Absatzprognosen ab als die hochkarätig besetzte Planungsabteilung. Das gibt zu denken! Unter den Bedingungen fortschreitender Wettbewerbsintensität ist es für die Verantwortlichen eines Unternehmens unerlässlich, die Perspektiven eines modernen Wissensmanagements zu kennen und anzuwenden. Eine gute Gelegenheit bietet die
Internationale Konferenz für angewandtes Wissensmanagement
der Donau - Universität Krems. In diesem Jahr steht sie unter dem Motto
"Wissen nimmt Gestalt an".
Die Konferenz will einen Erfahrungsaustausch aus der Praxis für die Praxis sein. In der Eröffungsrede erklärt Medienexperte Martin Eppler von der Universität St. Gallen Nutzen und Möglichkeiten der Visualisierung von Wissen. Folgendes Video mag einen kleinen Eindruck vermitteln:
Außerdem bietet die Veranstaltung in Krems anschauliche Praxisbeispiele aus namhaften Unternehmen und Organisationen wie dem Bundesdenkmalamt, dem Bundesministerium für Finanzen, der Telekom Austria, Asfinag, CONTINENTAL AG und 4dimensions.
Einen Höhepunkt bildet die Podiumsdiskussion
"Wie viel Theorie braucht Wissensmanagement?"
am Dienstag, 23. April.
Die Kremser Wissensmanagement-Tage werden durch ein
begleitendes Ausstellerforum mit Mikro-Workshops und ein unterhaltsames
Rahmenprogramm ergänzt. Man darf gespannt sein.
2. Kremser Wissensmanagement-Tage
23. und 24. April 2013
Donau-Universität Krems – Audimax
Dr.-Karl-Dorrek-Straße 30
3500 Krems
Programm und Anmeldung unter www.wima-krems.at
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| Donau-Universität Krems im Sommer 2010 |
Samstag, 23. Februar 2013
Leben ohne Zins und Wachstum
DenkwerkZUKUNFT hat sich auf seiner 3. Konferenz mit folgenden Themen befasst:
Geld- und Zinswirtschaft ohne volkswirtschaftliches Wachstum
Impulsvortrag von Richard WERNER
Impulsvortrag von Thomas MAYER
Diskussion
Ohne Zins und Wachstum - Gesellschaftliche Perspektiven
Impulsvortrag von Stephan LESSENICH
Impulsvortrag von Wolfgang STREECK
Diskussion
Donnerstag, 21. Februar 2013
Unternehmensbewertung, Funktionen - Methoden - Grundsätze
Die vierte, vollständig überarbeitete und erweiterte, Auflage der
Unternehmensbewertung
Funktionen - Methoden - Grundsätze
von
Manfred Jürgen Matschke
und
Gerrit Brösel
ist erschienen. Wer sich als Praktiker, Studierender oder Wissenschaftler mit Unternehmensbewertung befasst, kommt an diesem hochaktuellen Lehrbuch der funktionalen Unternehmensbewertung nicht vorbei.
In meiner wöchentlichen Kolumne auf www.cfoworld.de habe ich die Bedeutung der funktionalen Unternehmensbewertung grob umrissen:
In aeternum: Es zählt nur der Zweck
Ein Unternehmen kann gleichzeitig mehrere Werte haben. Deren Höhe ist von dem jeweiligen Zweck abhängig, der mit der Bewertung verfolgt wird. Eric Schreyer führt aus.
Anfang der 1970er Jahre stand die Berufsvereinigung der Wirtschaftsprüfer ihrer täglichen Aufgabe der Unternehmensbewertung noch ziemlich ratlos gegenüber, wie Wolfgang Dörner es im WP-Handbuch 1973 dokumentierte:
„..., so daß aus diesem Zwang unter Anwendung des betriebswirtschaftlichen Instrumentariums vom Wirtschaftsprüfer gewisse Bewertungsverfahren entwickelt wurden, die als ‚Spezialistenwissen’ keinen unmittelbaren Niederschlag in der Literatur gefunden haben [...] Die Arbeiten sind allerdings noch nicht abgeschlossen [...] Da der Stoff ohnehin noch sehr stark im Fluß ist, bleibt es den folgenden Auflagen vorbehalten, die niedergelegten Standpunkte weiter zu festigen.“
Seinerzeit gab es in Deutschland noch kein in sich geschlossenes Theoriegebäude und auch im angelsächsischen Raum hatte noch niemand herausgefunden, dass Discounted Cash Flow-Modelle am leichtesten weltumspannend vermarktet werden können.
Wert als Funktion des Zwecks
Damals stellten die Bewertungspraktiker grundsätzliche, bis heute gültige, Überlegungen an, wonach der Wert nicht als eine dem Unternehmen anhaftende objektive Eigenschaft, sondern vielmehr das Ergebnis aus einer Subjekt-Objekt-Beziehung ist:
„Aus dieser wertbestimmenden Beziehung zeigt sich, daß die Bewertung eine Methode zur Lösung von Entscheidungsproblemen darstellt, da der Wert nicht als eine dem Gegenstand innewohnende (objektive) Eigenschaft, sondern als Funktion des verfolgten Ziels (subjektiv) zu betrachten ist.“
Maßgebender Begründer dieses Modellansatzes ist der nach wie vor sehr aktive Wirtschaftswissenschaftler Manfred Jürgen Matschke. Seine im Jahr 1973 vorgelegte Dissertation Der Entscheidungswert der Unternehmung bildete den Ausgangspunkt des bis heute gültigen theoretischen Bezugsrahmens für die streng auf den Zweck der Unternehmensbewertung gerichtete Funktionale Unternehmensbewertung. Die Entscheidung über den Kauf respektive den Verkauf von Unternehmensanteilen, die Vermittlung zwischen den Konfliktparteien und die Argumentation zur zielgerichteten Beeinflussung des Verhandlungspartners sind ihre drei Hauptfunktionen.
Realistik
Im Unterschied zur angelsächsischen Bewertungslehre geht die Funktionale Unternehmensbewertung von unvollkommenen Absatz-, Beschaffungs- und Kapitalmärkten aus. Sachliche, persönliche, räumliche und zeitliche Präferenzen eröffnen einen Spielraum für Preisdifferenzierungen, weil sich der Unternehmenswert in Höhe des individuellen Grenznutzens des möglichen Käufers oder Verkäufers ergibt. Der für das Unternehmens gezahlte Preis stimmt nur in seltenen Ausnahmefällen mit diesem individuellen Wert überrein. Dieses Auseinanderfallen von Wert und Preis ist eine Grundvoraussetzung für jegliche Transaktionen. Nur wenn aus Sicht des möglichen Käufers (Verkäufers) der Preis des Unternehmens nicht höher (nicht niedriger) als der individuelle Wert ist, kann es zu einem Kauf (Verkauf) kommen.
Die Funktionale Unternehmensbewertung kann sogar qualitative Informationen verarbeiten: Gerrit Brösel, der gemeinsam mit Karl Petersen und Christian Zwirner das Handbuch Unternehmensbewertung [9] herausgab, schreibt darin auf Seite 172:
„Menschen handeln in zahlreichen Bewertungssituationen intuitiv; nicht immer lassen sich alle Entscheidungen rational begründen oder gar ableiten. Solche Verhaltensweisen können nicht ohne weiteres in klassischen Bewertungsmodellen abgebildet werden; vielmehr muss ein Ansatz gefunden werden, der die verschiedenen qualitativen Informationen mehrdimensional abbilden kann. Die funktionale Unternehmensbewertungsanschauung ist hierzu besonders gut geeignet, weil Modelleffizienz und Realistik einander nicht ausschließen.“
Konfliktlösungsorientierung
Die Verhandlungsparteien begründen ihre Angebote mithilfe von Argumentationswerten. Dadurch können auch Informationen „zugespielt“ werden, um den vermuteten Einigungsbereich zu erweitern. Ein Argumentationswert ist aber nur brauchbar, wenn er glaubwürdig ist. Es ist stets ein überzeugender, wenig angreifbarer, „realistischer“ Wert, der von der Gegenseite akzeptiert wird und dadurch Interessengegensätze überbrückt. Auf diese Weise haben Verhandlungen Erfolg, die sonst vielleicht gescheitert wären.
Aus meiner Sicht als Praktiker ist die Konfliktlösungsorientierung der funktionalen Unternehmensbewertung besonders relevant. Auch zu diesem Aspekt habe ich mich auf CFOworld geäußert:
Grenzen des Discounted Cash Flow
Der Börsengang von Talanx verlief konfliktreich. Das DCF-Verfahren ist in solchen Situationen zum Scheitern verurteilt. Eric Schreyer rät dazu, mitunter gegen den Strom zu schwimmen.
Es geschieht selten. Aber wenn Börsengänge oder Verkaufsverhandlungen scheitern, bleibt oft ein Scherbenhaufen zurück. Ein aktuelles Beispiel ist Talanx. Mitte September 2012 wurde der seit Jahren vorbereitete Börsengang kurzerhand abgesagt. Als Ursache nannte das Unternehmen ein großes Missverständnis.
Nach eigenen Angaben sollte der Börsengang nämlich nicht der Kapitalbeschaffung [8] dienen, sondern wie ein Ritterschlag sein. Daran ist zu erkennen, dass es zwischen dem mitunter auf überraschende Weise subjektiven Wert eines Unternehmens und dem Preis, den die Emissionsbanken für angemessen halten, unglaublich viele verschiedene Interessenlagen geben kann. Am 2. Oktober 2012 erfolgte völlig unerwartet dann doch die Erstnotiz im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse. 25,5 Millionen Aktien wurden zu einem Ausgabekurs von 18,30 Euro verteilt - dies entspricht einer Kapitalisierung von 4,7 Milliarden Euro. Wodurch die Emissionsbanken ein Umdenken bei Talanx bewirkten, blieb allerdings verborgen.
Interessenlagen zwischen Wert und Preis
Ein Bewertungsmodell, das Wert und Preis gleichsetzt, so wie es in den von der Bankenwelt favorisierten Discounted Cash Flow-Verfahren (DCF) geschieht, ist in derartigen Konfliktsituationen zum Scheitern verurteilt. Die Emissionsbanken waren überzeugt, dass der von ihnen festgelegte Ausgabepreis einen Erfolg des Börsengangs gewährleisten würde. Dass dieser zweifellos marktgerechte Preis den Wert von Talanx widerspiegeln soll, muss das Unternehmen in seinem Selbstverständnis tief verletzt haben. Aufsichtsratschef Wolf-Dieter Baumgartl und Vorstand Herbert Haas sahen sich im Konzern mit Hannover Rück und Gerling endgültig im Olymp der Versicherer angekommen und wollten dafür die ihres Erachtens längst überfällige Anerkennung der internationalen Finanzwelt. Das bedeutet: Sie streben auf mittlere Sicht in den DAX und erwarten für Talanx dann etwa den gleichen Börsenwert wie ihn Münchner Rück und Allianz erreichen.
Die konfliktlösungsorientierte Funktionale Unternehmensbewertung hätte mit dieser Problematik umgehen können. Zwischen Emissionsbanken und Talanx gab es bei realistischer Betrachtung immerhin einen handfesten Konflikt und nicht bloß ein Missverständnis, wie es die Banken mangels geeigneter Verfahren zur Konfliktlösung verlauten ließen. Unterschiedliche Auffassungen über den Wert eines Unternehmens lassen sich nicht einfach mit der Begründung, der „vollkommene“ Finanzmarkt bestimme den Preis, beiseite schieben. Subjektive Argumente müssen ernst genommen werden und in den Verhandlungsprozess einfließen.
Argumentationswerte
Mithilfe der Funktionalen Unternehmensbewertung hätten die Verhandlungspartner ihre Situation als konfliktär akzeptiert und ein leistungsfähiges Instrument zur Hand gehabt, um ihre gegensätzlichen Standpunkte auf eine akzeptable Art und Weise anzunähern. Argumentationswerte sind immer offenbarte Größen und somit ein probates Mittel der Kommunikation zwischen den Konfliktparteien. Vor allem sind sie glaubwürdig und haben deshalb stets die Kraft, den Verhandlungspartner zu beeindrucken und ihn zu Zugeständnissen zu bewegen. Im Grunde eröffnet die Argumentationsfunktion einen vorteilhaften Spielraum, etwa indem der zunächst einzige konfliktlösungsrelevante Sachverhalt, meistens der Preis, in verschiedene abgeleitete Sachverhalte zerlegt wird: Zukunftserfolg, Akquisitionsstrategie, Volumen der auszugebenden Aktien, künftige Risikobereitschaft der Unternehmensführung und so weiter.
[...]
Unternehmensbewertung, Funktionen - Methoden - Grundsätze, hat folgenden Inhalt:
Vorwort
Inhaltsübersicht
Abkürzungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Symbolverzeichnis
- Grundlagen der Unternehmensbewertung
1.1 Begriffliche Grundlagen
1.2 Konzeptionen der Unternehmensbewertung
1.3 Funktionen der Unternehmensbewertung und ihre Wertarten
1.4 Anlässe der Unternehmensbewertung
1.5 Matrix der funktionalen Unternehmensbewertung und Methoden der Unternehmensbewertung im Überblick
1.6 Ausgewählte Kontrollfragen - Entscheidungsfunktion und Entscheidungswert
2.1 Grundlagen
2.2 Ermittlung mehrdimensionaler Entscheidungswerte
2.3 Ermittlung eindimensionaler Entscheidungswerte in nicht dominierten, disjungierten Konfliktsituationen vom Typ des Kaufs/Verkaufs
2.4 Ausgewählte Probleme bei der Entscheidungswertermittlung
2.5 Ausgewählte Kontrollfragen - Vermittlungsfunktion und Argumentationswert
3.1 Grundlagen
3.2 Wertermittlung in nicht dominierten Konfliktsituationen
3.3 Wertermittlung in dominierten Konfliktsituationen
3.4 Ausgewählte Kontrollfragen - Argumentationsfunktion und Argumentationswert
4.1 Grundlagen
4.2 Wertermittlung
4.3 Ausgewählte Kontrollfragen - Grundsätze der Unternehmensbewertung
5.1 Grundsätze der Unternehmensbewertung als Normensystem
5.2 Grundsätze funktionsgemäßer Unternehmensbewertung
5.3 Ausgewählte Kontrollfragen
Literaturverzeichnis
Rechtsquellenverzeichnis
Verzeichnis der Rechtsprechung
Autoren des Lehrbuches
Schlagwortverzeichnis

Dienstag, 2. Oktober 2012
Handbuch Unternehmensbewertung
In unserer Zeit haben Ideen, die nicht sofort zu Geld gemacht werden können, einen niedrigen inneren Wert. Diese Geringschätzung nonkonformistischer Gedanken ist einer der Gründe, warum heute keine großen Ideen mehr entstehen, die durch ihre Kühnheit und Unerschrockenheit überraschen. Rationalität, Wissenschaft, Evidenz, logisches Argumentieren und Debattieren verlieren immer mehr an Bedeutung. Deshalb wird das gegenwärtige Informationszeitalter, in welchem das Sammeln von Informationen einen höheren Stellenwert hat als das Nachdenken über Informationen, auch als das der Post-Aufklärung bezeichnet. Einer der letzten großen "Aufklärer" im Bereich der Wirtschaft, insbesondere der Unternehmensbewertung, ist Manfred Jürgen MATSCHKE. Er hat noch den Mut, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen. Anlässlich seines 65. Geburtstags im Jahre 2008 sagte sein Laudator Michael OLBRICH:
Der heutige Stand der Bewertungstheorie wäre undenkbar ohne seine bahnbrechenden Beiträge zu diesem Thema. Die bewertungstheoretischen Werke des Jubilars sind geprägt durch die innovative Zusammenführung und Fortentwicklung der auf Arbeiten von Gossen, Menger, Mirre und anderen basierenden subjektiven Wertlehre und der auf Schmalenbach zurückgehenden Erkenntnis "Der Zweck bestimmt die Rechnung." Ergebnis ist die funktionale Wertlehre, deren Hauptfunktionen der Entscheidung, Vermittlung und Argumentation Matschke in Dissertation, Habilitationsschrift und zahlreichen Aufsätzen die noch heute gültige Prägung verliehen hat. Wie groß dieMeriten Manfred Matschkes in der Unternehmungsbewertung sind, zeigt sich nicht zuletzt an der groflen Nachfrage nach seinem jüngsten Buch "Unternehmensbewertung", das seit seinem ersten Erscheinen im Jahr 2005 nun bereits in der dritten Auflage vorliegt.
Gerade im Bereich der Unternehmungsbewertung offenbart der Jubilar weitere preußische Wesenszüge: Standhaftigkeit und den Mut, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen. Seit über einem Jahrzehnt sind in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung um die Bewertungstheorie rückschrittliche Tendenzen zu beobachten: Die Unternehmung wird unter Vernachässigung des Zwecks bewertet, unter wirklichkeitsfernen Annahmen vollkommener, vollständiger Kapitalmärkte und mit Methoden, die untereinander unvereinbare Modellfragmente bedenkenlos kombinieren. Dieser mit den Schlagwörtern des "shareholder value" und der "discounted cash flow"-Verfahren über die Bewertungstheorie hereinbrechenden Modewelle US-amerikanischer Provenienz hat sich Matschke - im Gegensatz zu vielen anderen deutschen Bewertungstheoretikern seiner Generation - mutig widersetzt.
In Deutschland wird MATSCHKEs große Idee der funktionalen Unternehmensbewertung seit Jahrzehnten von Wissenschaftlern und Praktikern gepflegt, ergänzt und weiter entwickelt. Neuerdings wird die funktionale Unternehmensbewertung auch im englischsprachigen Raum wahrgenommen. Die aktuellen Arbeiten
Valuation of entrepreneurial businesses
und
Fundamentals of Functional Business Valuation
sind von international besetzten Editorial Boards erfolgreich publiziert worden.
Diese Entwicklung ist bemerkenswert, weil die investitionstheoretisch fundierte funktionale Unternehmensbewertung nicht zu der Hauptströmung der DCF-Modelle gehört, deren theoretische Grundlagen fragwürdig sind, die aber trotz allem von den "BIG FIVE" der globalisierten Beratungsbranche zum "Standard" der Unternehmensbewertung erklärt worden sind. DCF-Modelle sind im Grunde ein Rückfall in das vormoderne Zeitalter des Glaubens. Anders ist deren Akzeptanz nicht zu erklären.
Bei der funktionalen Unternehmensbewertung geht es im Kern darum, dass Unternehmenswert und Bewertungsmethode vom Bewertungszweck abhängig sind. Es gibt keinen einzig richtigen, punktgenauen, Unternehmenswert. Die Frage nach der richtigen Methode zur Bewertung eines Unternehmens ist stets durch den Zweck der Bewertung zu beantworten.
In diesem Monat erscheint das streng an der funktionalen Unternehmensbewertung orientierte Handbuch Unternehmensbewertung, ein Höhepunkt der lebhaften Zusammenarbeit von Wissenschaftlern und Praktikern der Unternehmensbewertung.
Klappentext zu: Handbuch Unternehmensbewertung
Richtig bewerten für jeden Anlass!
Aus dem Inhalt:
- Darstellung unterschiedlicher Bewertungsanlässe und -methoden
- Besonderer Fokus: rechnungslegungsbasierte Bewertungsfragen
- Bewertungsobjekt- und branchenspezifische Besonderheiten
- Viele Checklisten, Praxisempfehlungen, (Rechen-)Beispiele
Ihre Vorteile:
- Nach Themenschwerpunkten in Hauptkapitel aufgeteilt
- Stringente Ausrichtung des Werkes an der funktionalen Bewertungslehre
- Gliederung nach Entscheidungs-, Argumentations- und Vermittlungsfunktion, ergänzt um Nebenfunktionen
ISBN: 978-3-89817-917-1
2013
ca. 1154 Seiten
16,5 x 24,4 cm
Buch (Hardcover)
€ 120,00 inkl. MwSt.
2013
ca. 1154 Seiten
16,5 x 24,4 cm
Buch (Hardcover)
€ 120,00 inkl. MwSt.
Herausgegeben
von Karl Petersen, Diplom-Kaufmann, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, und Dr. Christian Zwirner, Diplom-Kaufmann, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater (beide Dr. Kleeberg & Partner GmbH WPG StBG, München) und Univ.-Prof. Dr. Gerrit Brösel, FernUniversität in Hagen, Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsprüfung.
Informationen der Herausgeber zu: Handbuch Unternehmensbewertung
Anlass/Zielsetzung
Unternehmensbewertungen gehören zu den komplexesten betriebswirtschaftlichen Fragestellungen, die im Rahmen unternehmerischer Initiativen (bspw. Kauf bzw. Verkauf von Unternehmen), von Änderungen der Gesellschafterverhältnisse sowie von Vermögensübertragungen auftreten. Mit dem Vordringen internationaler Bilanzierungskonventionen gewinnt die Bewertungsthematik darüber hinaus auch für die Bilanz verstärkt an Bedeutung. Neben einzelnen anlassbezogenen Unternehmenstransaktionen führen Bewertungsfragen auch mit Blick auf die laufende Rechnungslegung der Unternehmen regelmäßig zu Fragestellungen. Unternehmensbewertungen sind nahezu zu jedem Bilanzstichtag – in welcher Form auch immer – notwendig.
Die Bewertungsanlässe sind in der Regel mit strategischen, langfristigen Entscheidungen verbunden, die große Chancen, aber auch substantielle Risiken bergen. Die Folgen sind ein steigender Beratungsbedarf der Unternehmen und ein entsprechend steigender Informationsbedarf der Berater. Dem trägt das „Handbuch Unternehmensbewertung“ durch die funktionsbezogene Auswahl der behandelten Themengebiete sowie durch eine umfassende, aber kompakte und zugleich praxisorientierte Darstellung der einzelnen Bereiche Rechnung.
Mit dem „Handbuch Unternehmensbewertung“ bieten die Herausgeber des Werks, Karl Petersen, Dr. Christian Zwirner und Univ.-Prof. Dr. Gerrit Brösel, dem Leser eine umfassende und zugleich kompakte Darstellung sowie eine funktionsbezogene Analyse zum Thema Unternehmensbewertung – mit einem besonderen Schwerpunkt auf bilanzierungsbezogenen Bewertungsfragen.
Zielgruppen
Das „Handbuch Unternehmensbewertung“ richtet sich insbesondere an die Zielgruppe der Praktiker, d.h.:
Bewertungsspezialisten
Berater von kleinen und mittelständischen Unternehmen:
- Steuerberater und Wirtschaftsprüfer
- Fachanwälte für Steuerrecht und für Handels- und Gesellschaftsrecht
- Rechtsanwälte mit Schwerpunkt Wirtschaftsrecht
- Verbände
Kleine und mittelständische Unternehmen (Abt. Finanzen/Rechnungswesen/ Controlling)
Fachabteilungen für bewertungsrelevante Fragestellungen in Unternehmen aller Rechtsformen, Größen und Branchen.
Autoren
Die auf Ebene der Herausgeber bestehende Kooperation zwischen Theorie und Praxis setzt sich innerhalb des Autorenteams fort. Das „Handbuch Unternehmensbewertung“ profitiert von der engen Zusammenarbeit zahlreicher Autoren aus Wissenschaft und Unternehmenspraxis. Diese bezieht sich nicht nur auf das Werk insgesamt, sondern erstreckt sich zum Teil bis auf die Ebene der einzelnen Beiträge, bei denen Autoren mit unterschiedlichem beruflichem Hintergrund zusammenwirken. Diese Kombination gewährleistet das angestrebte hohe fachliche Niveau sowie die Anwenderfreundlichkeit und Praxisorientierung des Werks in optimaler Weise.
Inhalt
Das „Handbuch Unternehmensbewertung“ ist als Praxishandbuch mit theoretischer Fundierung konzipiert. Neben der Darstellung der unterschiedlichen Bewertungsanlässe und -methoden besticht das Werk durch einen besonderen Fokus auf rechnungslegungsbasierte Bewertungsfragen. Des Weiteren werden auch bewertungsobjekt- und branchenspezifische Besonderheiten bei der Unternehmensbewertung umfassend erläutert.
Aufbau/Charakteristik
Das „Handbuch Unternehmensbewertung“ ist nach Themenschwerpunkten in Hauptkapitel aufgeteilt, denen die jeweiligen Einzelbeiträge thematisch subsumiert werden. Ein außergewöhnliches Merkmal stellt dabei die stringente Ausrichtung des Werks an der funktionalen Bewertungslehre dar. Konkret werden die Kapitel – für den Leser sehr übersichtlich – nach Entscheidungs-, Argumentations- und Vermittlungsfunktionen gegliedert sowie um diverse Nebenfunktionen und branchen- bzw. objektspezifische Besonderheiten ergänzt.
Das Werk zeichnet sich darüber hinaus in besonderem Maße durch seine Anwenderbezogenheit und Benutzerfreundlichkeit aus. Es bietet Beratern und Unternehmen kompakte und prägnante Handlungsanweisungen und Lösungsansätze, die durch den Einsatz visueller Elemente sowie durch die Verwendung von Checklisten und (Rechen-)Beispielen überzeugen.
(Quelle: www.handbuch-unternehmensbewertung.de)
Handbuch Unternehmensbewertung bei AMAZON, THALIA, BECK, WELTBILD
buchhandel.de, libri.de, lehmanns.de, buecher.de, hugendubel.de.
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